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Warum Pucken eurem Baby hilft, besser zu schlafen

Pucken – das Umhüllen eures Babys mit einer speziellen Wickeltechnik hat zum Ziel, euren Kleinen zu helfen, besser zu schlafen. Wie das genau geht, warum es nützlich ist und was ihr sonst noch beachten müsst, erklären wir euch in diesem Artikel.

Pucken: Warum?
Es gibt mehrere Gründe, warum Pucken für Neugeborene und Babys bis circa 6 Monate von Vorteil ist.
Zuallererst erinnert das Einwickeln Babys an die Enge, die es von seiner Zeit im Mutterleib gewohnt ist und vermittelt ihnen Geborgenheit, sodass sie sich besser entspannen und einschlafen können.
Weiterhin haben Babys in den ersten Lebensmonaten den so genannten „Mororeflext“ oder „Schreckreflex“, bei dem sie die Ärmchen und Händchen ruckartig bewegen. Dadurch können sie sich selbst aufwecken – ist das Baby jedoch fest in ein weiches Tuch gehüllt, passiert dies nicht.
Das Pucken spielt zudem bei der Verminderung des Kindstod-Risikos (SIDS) eine wichtige Rolle, weil es dazu beiträgt, dass das Kind in einer sicheren Rückenposition schläft.
Mit der Wahl des richtigen Tuches zum Pucken könnt ihr zusätzlich noch dafür sorgen, dass euer Kleines schön warm, aber nicht zu heiß schläft.

© windeln.de

Pucken: So geht es
Zum Pucken empfiehlt sich ein ca. 120 x 120 cm atmungsaktives, dehnbares Tuch, z.B. eine große Mullwindel aus Baumwolle, Bambus oder Musselin. Legt das Tuch flach auf das Bett und faltet die obere Ecke herunter. Dann legt ihr euer Baby darauf, sodass der Kopf über die gefaltete Decke herausragt, die Schultern aber noch auf der Decke liegen. Die Füßchen zeigen zur entgegengesetzten Ecke. Dann legt ihr die Arme gerade und eng an den Körper eures Babys, schlagt die rechte Ecke des Tuches um das Baby und steckt sie straff gespannt unter seinem Körper fest. Dann faltet die untere Ecke hoch und steckt sie hinter der linken Schulter und unter dem Körper eures Babys fest fest. Zum Schluss faltet ihr die linke Ecke des Tuches über den Körper nach rechts und steckt sie unter dem Baby fest.
Nun habt ihr ein kuschelig eingepacktes Baby, das rundum warm und geborgen ist.

Achtung, diese Dinge müsst ihr beachten!

  • Pucken ist sicher, solange euer Baby sich nicht umdrehen kann. Wenn ihr beobachtet, dass es im gepuckten oder ungegepuckten Zustand beginnt herumzurollen, ist es Zeit mit dem Pucken aufzuhören. Es empfiehlt sich ein sanfert Übergang: Lasst beim Pucken zuerst eine Hand außen, dann nach ein paar Schlafeinheiten die zweite und lasst erst dann das Pucktuch ganz weg.
  • Achtet dringend darauf, dass die Beine Bewegungsspielraum haben und nicht wie die Hände fest gepuckt sind. Das heißt, das Baby soll nicht wie eine Zigarette von oben bis unten fest eingewickelt sein, sondern die Arme dürfen fest gepuckt sein, die Beine sollten jedoch die Freiheit haben, um angewinkelt werden zu können. Das ist sehr wichtig für die Hüftentwicklung. Falls ihr euch entschließt mit einem Pucksack statt einem Tuch zu pucken, achtet darauf, dass der Sack genügend Beinfreiheit bietet.
  • Die Kleidung und ggf. der Schlafsack unter dem Pucktuch sollte der Temperatur im Schlafzimmer angepasst sein – das Tuch zählt wie eine extra Schicht Kleidung. Stellt sicher, dass ihr kein Tuch zum Pucken verwendet, in dem sich die Wärme stauen kann und prüft am Anfang regelmäßig, ob eurem Kind kuschelig warm, aber nicht heiß ist.
  • Bitte beachtet, dass ihr das Tuch mit etwas Spannung aber ohne Gewalt festzieht, damit es euer Kind hält und sich das Pucktuch nicht zu leicht löst. Falls sich euer Baby gegen das Pucken wehrt, kann es sein, dass es übermüdet ist. Puckt es trotzdem, und beobachtet ob es besser einschläft, weil es weniger zappelt. Die meisten Babys lieben Pucken, weil es ihnen Geborgenheit gibt.

Pucken lohnt sich – Probiert es aus!
Auch wenn es auf den ersten Blick kompliziert erscheint: Pucken ist nicht schwer. Probiert es aus, wenn ihr euer Kleines schlafen legt – es kann eurem Schatz dabei helfen, besser ein- und durchzuschlafen und euch ruhige Nächte bescheren!

Bildrechte: https://www.windeln.de/magazin/baby/entwicklung-baby/pucken-vor-und-nachteile-fuer-mein-kind.html

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