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So erkennst du, dass dein Baby müde ist

Ist es denn nicht klar, wann ein Kind müde ist? Es wird ruhig, gähnt und reibt sich die Augen.

Doch hier liegen viele Eltern falsch! Babys und Kinder reagieren bei Müdigkeit je nach Alter unterschiedlich und oft deutlich anders als Erwachsene. Umso wichtiger ist es, Anzeichen von Müdigkeit zu erkennen, um euch und eurem Baby unnötigen Stress und überflüssiges Schreien zu ersparen.

Wusstet ihr, dass Babys in den ersten 12 Wochen eigentlich immer ein bis eineinhalb Stunden am Stück wach sein können? Achtet also auf folgende Müdigkeitssignale bei eurem kleinen Schatz:

  • Die Fäuste sind geballt
    Dies ist das häufigste und gleichzeitig unbekannteste Müdigkeitszeichen bei kleinen Babys.
  • Dein Baby bewegt sich ruckartig
    Lege dein ausgeruhtes Baby auf dem Rücken auf eine warmen Decke auf den Boden und beobachte es. Irgendwann fängt es an, etwas wilder zu strampeln und unruhiger zu werden. Manchmal wird dies von einzelnen Geräuschen begleitet, die immer häufiger kommen und in Weinen übergehen. Viele Eltern denken nun, ihrem Baby ist langweilig. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall. Dein Baby ist müde.
  • Dein Baby hat kürzlich erst gegessen und lutscht nun schon wieder an den Fingern
    Oh, dann ist es wohl schon wieder hungrig. Mama gibt ihm die Brust und das Baby schläft friedlich beim Essen ein. Was ist passiert? Das Baby war satt, ist aber müde und hat zur Beruhigung gesaugt. Sehr kleine Babys saugen sie nicht nur zur Nahrungsaufnahme, sondern auch um sich zu beruhigen bzw. sich selbst zu regulieren.
  • Dein Baby bekommt rote Augenbrauen
    Dies ist auch ein sehr häufiges Müdigkeitszeichen, das oft übersehen wird. Einige Babys werden auch unter den Augen rot, die Wimpern fangen an zu flattern oder das Baby schielt, weil sie nicht mehr die Energie haben, den Blick zu fokussieren.
  • Dein Baby macht seine Arme oder Beine steif und/oder wölbt sich nach hinten
    Sehr häufig drückt sich euer Baby dann auch von euch weg.
  • Dein Baby weint sehr viel und manchmal könnt ihr es kaum noch beruhigen.
    Auch sehr typisch: Dein Baby weint immer zur gleichen Uhrzeit.

Wenn du diese Müdigkeitszeichen bei deinem Baby entdeckst, dann pucke es und lege es in sein Bettchen. Wenn du dein Baby genau beobachtest wirst du die Signale immer besser erkennen und lernen, was dein Baby macht, wenn es beginnt, müde zu werden und welche Zeichen es gibt, dass es schon sehr müde ist.

Legst du dein Baby in sein Bett und es weint sehr stark, dann hast du vermutlich einige Müdigkeitszeichen übersehen und dein Baby ist schon übermüdet. Einige Babys schaffen es dann noch, sich selbst zu regulieren und einzuschlafen. Andere Babys sind dann schon so übermüdet, dass sie ohne deine Unterstützung es nicht mehr schaffen einzuschlafen.

Der Trick mit der Routine: Wenn du auf die Uhr kuckst, wie lange dein Baby fit war und wann es immer müder geworden ist, dann wirst du feststellen, dass sich ein Muster bzw. eine Routine ergibt, was es für dich in Zukunft leichter macht.
Ältere Baby sind je nach Alter und Entwicklung nach ca. 2-3 Stunden müde und geben dir folgende Signale:

  • Dein Baby ist sehr anhänglich
    Oft wollen Sie dann nur noch zu Mama. Daher merken Mütter auch am schnellsten, dass ihre Babys müde sind 😉
  • Dein Baby ist ungeschickt und quengelt
    Übermüdete Babys werden tollpatschig. Bei Kleinkindern passieren später so Unfälle wie Stolpern, den Kopf anschlagen etc..
  • Es wird beim Essen schwierig
    Beim Essen entspannen wir uns – und das tun Babys auch. Wenn euer Baby beim Essen beginnt zu weinen, überlegt, ob es sich hier um Übermüdung handeln kann. Wenn Babys beim Essen entspannen schlafen einige an Ort und Stelle ein (es gibt unzählige Videos auf YouTube mit Babys die im Hochstuhl beim Essen einschlafen), andere wehren sich gegen das Einschlafen und schreien.

Ist ein älteres Baby müde, muss man es nicht wie bei dem Neugeborenen sofort hinlegen. Man kann hier auch ein paar Minuten warten, denn das Gehirn des Babys ist schon besser entwickelt und kann sich in der Regel besser regulieren. Legt man es zu früh hin, dann wacht es auch schnell wieder auf und ist nicht richtig ausgeruht. Die Gradwanderung zwischen „noch rechtzeitig ins Bett“ und „nicht zu früh ins Bett“ ist eine sehr feine und erfordert etwas Übung. Aber es lohnt sich, denn die Basis für die Entwicklung eines gesunden Schlafverhaltens ist es, die Müdigkeitssignale eures Babys genau zu kennen und es zum richtigen Zeitpunkt ins Bett zu bringen. Ihr werden mit entspannten, ausgeglichenen Babys und ruhigen Nächten belohnt ?

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