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Eine Traumhaft Schlafen Geschichte aus Papa-Sicht

Heute mal aus Papa-Sicht: David, Vater der 10 Monate alten Charlotte, berichtet von seinen Erfahrungen mit dem Ratgeber „Traumhaft Schlafen“.
Dieses Buch sieht vor, dass ihr eurem Baby einen strukturierten Tagesablauf mit festen Essens- und Schlafenszeiten anbietet, damit es nachts optimal schläft.

Nach guten Erfahrungen war klar: Unser zweites Kind darf auch „Traumhaft Schlafen“

Charlotte ist unser zweites Kind. Bei unserem Großen lief es unglaublich gut mit dem Konzept von Traumhaft Schlafen und er schlief mit 9 Monaten nachts 12 Stunden durch (mit einer Traummahlzeit). Für mich war klar: Charlotte und wir als Eltern kommen auch in den Genuß dieses Konzeptes. 😉

Wir mussten allerdings lernen, dass äußere Umstände das Einführen von Routinen ganz schön erschweren können.
Die ersten Wochen waren ein Traum: Charlotte hatte relativ schnell einen 3-Stunden-Still-und Schlafrhythmus ohne dass wir viel tun mussten…so easy!
Mit 6 Wochen wurde es allerdings schwieriger, weil äußere Umstände unsere Familie aus der Bahn warfen, wir viel unterwegs sein mussten und selbst sehr gestressst waren. Unser sonst so entspanntes Baby wollte ständig trinken, schrie dann aber die Brust an, sobald Milch kam. Probleme beim Andocken? Schluckbeschwerden? Zu viel Milch? Wir waren ratlos und auch die Hebamme konnte nicht helfen. Erst mit etwas Verzögerung wurde uns klar, was das Problem war: Charlotte war nicht hungrig, sondern müde! Sie wollte nuckeln, um in den Schlaf zu kommen, und dabei störte die Milch.

Mehr Schlaf half bei Anfangsproblemen

Also legten wir unsere Kleine schlafen, sobald sie weinerlich wurde, und siehe da: Wir hatten unser glückliches, entspanntes Baby zurück. Charlotte schlief viel mehr als der Ratgeber für das Alter vorsah, aber war zufrieden. Also stellten wir die Routinen erst mal zurück und sagten uns, dass ein so kleines Menschlein einfach auch mehr Schlaf braucht wenn es viel unterwegs ist und vielen Reizen ausgesetzt ist.

Mit ca. 3 Monaten war Charlotte dann soweit: Wir merkten, dass sie weniger Schlaf brauchte und passten ihren Tagesablauf Schritt für Schritt den Routinen an. Das funktionierte sehr gut und wir waren relativ schnell in einem guten Tagesablauf drin.

Mit 10 Monaten läuft es entspannt

Jetzt, mit 10 Monaten, sind wir gut in der altersgerechten Routine drin. Wir merken dass es mit einem 2. Kind schwieriger ist, alle Zeiten punktgenau einzuhalten, aber Charlotte hat einen guten Puffer, d.h. sie hält es aus, wenn sie mal 5-10 Minuten später ins Bett kommt oder wenn wir sie 15 – 30 Minuten später füttern damit alle zusammen essen können. Wenn ich aber merke, dass die Laune kippt, setze ich mich mit ihr schon früher an den Tisch oder gebe ihr etwas in die Hand während ich fertig koche.

Ich profitiere ungemein davon, dass Charlotte einen geregelten Tagesablauf hat, so kann ich Bringen und Holen vom Kindergarten für ihren Bruder und andere Termine entsprechend planen. Abends liegt unsere Kleine spätestens um 19 Uhr ins Bett und sie schläft (meistens) problemlos alleine ein, im schlimmsten Falle muss ich ihr den Schnuller ein paarmal wiedergeben, bis sie einschläft (*). In der Zeit kann ich den Großen entspannt ins Bett bringen, der mit seinen viereinhalb Jahren nun bis 19:15 oder 19:30 aufbleiben darf und morgens bis 7 oder 7.30 schläft.

(*) Aus dem Erfahrungsaustausch mit anderen Traumhaft-Schlafen-Eltern haben wir entgegen dem Rat im Buch beschlossen, auch Charlotte einen Schnuller als Einschlafhilfe zu geben.

Welchen Rat möchtest du anderen Eltern geben?

Nach der Erfahrung mit zwei Kindern kann ich nur sagen: Es lohnt sich ohne Frage, Kindern einen geregelten Tagesablauf anzubieten und ihnen die Chance zu geben selbständig einzuschlafen. Spätestens wenn das zweite Kind da ist, wird es soviel schwieriger, beiden Kindern parallel genau das zu geben, was sie brauchen – Charlotte z.B. in den Schlaf zu tragen während ihr Bruder ins Bett gehen muss, wäre gar nicht möglich.
Die größte Überraschung für mich war, dass Charlotte am Anfang viel mehr Schlaf brauchte als ihr Bruder, aber die Umstände waren auch anders. Wenn euer Baby unruhig ist und viel schreit, würde ich empfehlen, es mit mehr Schlaf zu versuchen. Aus meiner Erfahrung (mit beiden Kindern) ist das ein Allheilmittel für schlechte Laune, Unausgeglichenheit, Wutausbrüche und oft auch Zahnen, Blähungen und andere Leiden.

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